2019: Mein neues MacBook Pro ist ein Gebrauchtes

Warum mich das aktuelle MacBook Pro nicht überzeugt und was die Alternative No. 1 ist.

Etwas anderes als ein MacBook Pro kam 2012 für mich gar nicht in Frage.  Das System war für meine Photo-Bearbeitung und Video-Schnitt mit Lightroom, Photoshop und Premiere, für >50 gleichzeitig offene Chrome-Browsertabs  für die Erstellung von Präsentationen mit Keynotes und Powerpoint und für Hunderte nützliche und unterhaltende Anwendungen optimal.

15,4″ Retina-Display, SSD, leistungsfähiger Prozessor, der Mono-Aluminium-Block, das Design und die vielen Anschlussmöglichkeiten und dabei auch noch extrem leise und ultraleicht – das hat mich damals nicht nur überzeugt, sondern begeistert – und mit ca. 2.500 € fand ich das Ganze gar nicht mal so teuer.

MacBook Pro Retina
Ein feines Stück Technik – eine Klasse für sich

In 6 Jahren hat es mich nicht ein einziges Mal enttäuscht, auch wenn es herausgefordert war bei Präsentationen mit den unterschiedlichsten Beamern und Bildschirmen, mit diversen Thunderbolt- und USB-Geräten bestückt wurde und Temperaturen von über 40° Celsius ausgesetzt war.

Anfangs hat lediglich die WLAN-Verbindung Probleme bereitet (meine Lösung dafür). Wenn ich dagegen überlege, wie oft meine Windows-Laptops zuvor aus den unterschiedlichsten Gründen ausgefallen sind, war dies allein schon Grund genug für den Wechsel zum Mac.

Natürlich habe ich mir das neueste MacBook Pro im Apple-Store mal angesehen.  Und Kollegen und Freunde haben das Ding natürlich auch schon. Und sind natürlich zufrieden damit.

Aber mal ganz ehrlich: Das Ding ist für mich kein Fortschritt.

Die Touch Bar ist ein nutzloses Gimmick, der Prozessor enttäuschend weniger schnell, ein wenig dünner, dafür aber mit mässiger Akkulaufzeit. USB-C ist toll, aber leider noch nicht so weit verbreitet. Im Office hab ich mich gut darauf eingerichtet, aber für Präsentationen brauche ich Adapter. Die Tastatur ist fehleranfällig und laut, das Trackpad zu groß (!)

Dafür soll ich fast 3.000 € bezahlen?

Was ich gerne aufrüsten wollte:

  • SSD von 250 auf 750 GB
  • Hauptspeicher von 8 auf 16 GB
  • Prozessor von 2,3 auf 2,6 GHz
  • Na ja, und eine neue Batterie wäre auch nett

Wie sich wahrscheinlich bereits herumgesprochen hat, gibt es keine risikoarme und zuverlässige Möglichkeit, ein MacBook Pro 2012 Retina aufzurüsten. Blieb also nur ein Verkauf meines Modells und Kauf des Modells in gewünschter Ausstattung.

Die Alternative: ein Gebrauchtes Modell

Und siehe da, ich bekam für mein Modell noch einen Freundschaftspreis von 500 €, – wobei ich sicher noch mehr hätte erzielen können auf ebay & Co.  Und mein Wunsch-MacBook fand sich bei einem erfahrenen ebay-Händler mit hervorragender Reputation für sage und schreibe 1.000 €.

Da war dann auch noch eine neue Batterie drin und ein neues Netzkabel und das Gerät hatte deutlich weniger Gebrauchsspuren als mein bisheriges MacBook, obwohl es 3 Monate älter ist.

Nun hat mich der gesamte Upgrade also nur 500 € gekostet, während ich 5x soviel, also ca. 2.500 € hätte bezahlen sollen für das neueste Modell.

Den Austausch kann ich damit sicher bequem noch 1-2 Jahre hinauszögern, bis Apple hoffentlich und endlich wieder ein wirklich überzeugendes MacBook Pro anzubieten hat. 

Probleme mit SD-Kartenschacht und Wake-Up

Na ja, leider versagte zwischenzeitlich der SD-Schacht, d.h. SD-Karten werden nicht mehr erkannt. Das ist zwar ärgerlich, aber zu verschmerzen, denn immerhin 2 USB-Anschlüsse erlauben weiterhin, die Kamera auch direkt anzuschliessen und die neuesten Bilder zu importieren, wofür  gleichzeitig die Lightroom-Datenbank auf externer USP-Platte angeschlossen sein muss. Irgendwie hat der Schacht auch eine meiner SD-Karten geschreddert – ist halt eine mechanische Abnutzung, die regelmäßig Technik unbrauchbar macht. Gelobt sei, was digital gesichert ist und prinzipiell ewig halten wird.

Schon nerviger ist die Eigenart meines neuen alten MacBooks, nicht mehr aufzuwachen und damit einen Neustart zu erzwingen.

Ich bin gerade dabei, ihm dies abzugewöhnen und es passiert auch schon weniger häufig, aber unter bestimmen Konstellationen kommt es immer noch vor.

An dieser Stelle werde ich sicher bald berichten, ob und wie ich das Problem lösen konnte.

Stay tuned!

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