Lesbarkeit

Lesbarer Content ist wichtig!

Hieroglyphen sind für uns nicht lesbar
Diese altägyptischen Hieroglyphen sind für ihr Alter von über 4.000 Jahren gut erhalten, aber nur für Altertumsforscher lesbar.

Ist der Content angenehm zu lesen, wird der gewonnene Besucher länger und lieber auf der Webseite verweilen, sie für nützlich und wertvoll halten.

Ein Teil der zufriedenen Besucher wird am Ende auch wiederkommen, die Seite empfehlen und ein noch kleinerer Teil von den Besuchern wird schliesslich auch konvertieren.

Wenn nicht beim ersten Besuch, vielleicht beim zweiten oder dritten Besuch, Kunden mögen es nicht bedrängt zu werden.

Solange sie jedoch wiederkommen und immer wieder den Content in der Qualität erhalten, die sie erwartet haben, wird sich der Erfolg einstellen.

Damit das passiert, müssen Suchmaschinen-optimierte Inhalte stets auch sehr gut lesbar sein und für den Menschen einen Sinn und Mehrwert ergeben.

Was ist eigentlich Lesbarkeit?

Lesbarkeit bedeutet, so verständlich wie möglich für das Zielpublikum der Website zu schreiben.

Und damit selbstverständliche auch auf eine Anhäufung von Keywords zu verzichten.

Ein lesbarer Text reiht also sicher keine Keywords übermäßig oft aneinander, sondern enthält vor allem relevante Informationen, nach denen der Besucher gesucht hat.

Ob er aus dem Text herauslesen kann, was er wissen wollte, misst Google.

Die grundsätzliche Fragestellung dabei lautet:
Wie gut, vollständig, aktuell, genau, oft, angenehm, responsiv, schnell,  unterhaltend und letztlich erfolgreich erfüllt die Website die Suchintention der Besucher über Google?

Google misst das User-Feedback hauptsächlich in 4 Dimensionen:

  • Verweildauer
  • Absprungrate
  • Anzahl Klicks
  • Rückkehr in die Suche.

Diese Daten können hervorragend über Google-Analytics und Search Console ausgewertet werden. Die Lesbarkeit fliesst hierin ein, aber ist nur ein wenn auch wichtiger Aspekt. Andere sind z.B. Relevanz, Fehlerfreiheit, Aktualität, Vollständigkeit und Reputation.

Ich habe nachfolgend eine Arbeitsgrundlage für Texte, die Google und der Nutzer für lesbar halten wird, zusammengestellt.

Lesbarkeit für Texter

Lesbarkeit hat für Texter/Redakteure vor allem folgende 6 Dimensionen:

  • Ein Maximum von 25% der Sätze soll  mehr als 20 Wörter enthalten. Versuchen Sie kurze Sätze.
  • Im sogenannten Flesch Reading Ease-Test wird gemessen, wie schwer der Text zum Lesen betrachtet wird. Versuchen Sie , Schachtelsätze zu vermeiden, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
  • Die Anzahl der Wörter nach jeder Zwischenüberschriften soll das empfohlene Maximum von 300 Wörtern nicht übersteigen.
  • Die Absätze zwisxhen den Überschriften sollten ebenfalls nicht zu lang werden. 
  • Über 25% aller Sätze sollten ein Übergangswort oder Phrase enthalten. 
  • Unter 10% aller Sätze sollten  einen Passiv enthalten.

Mit dem WordPress SEO-Plugin von Yoast (von diesen stammen auch die obigen Richtwerte, die je nach Branche bzw. B2B/B2C durchaus noch etwas variieren dürfen) werden diese Werte automatisch bereits im Editor interaktiv berechnet, was optimal für den Optimierungsprozess SEO ist.

Lesbarkeit für Google

Die gute Lesbarkeit der Texte wird langfristig auch belohnt. Andere Webmaster werden aufmerksam auf gute, Google-sichtbare Seiten.

Erkennen sie, dass die Website einen hohen informativen Wert bietet, werden Sie evtl. darüber berichten und auf diesen Content verlinken.

Die dadurch entstehenden Backlinks sind immer noch wichtig in der Suchmaschinenoptimierung, denn ihre Qualität, Aktualität, Themenbezogenheit und Anzahl zeigen der Suchmaschine, wie wertvoll die Inhalte für (menschliche) Besucher  waren – eine Entscheidung, die sie ohne diese Information als Maschine nicht treffen kann.

Auch über die sozialen Netzwerke verbreiten sich lesbare Inhalte umso schneller, je wertvoller sie sind und desto mehr Engagement (z.B. mit Likes und Teilen) sie auslösen.

Und nicht zuletzt sind die Google-Freunde dafür bekannt, dass sie nur ihren eigenen gemessenen Daten trauen.

Warum sollte der Google-Bot nicht mit den obigen Lesbarkeits-Daten jedes Website-Textes einen Lesbarkeits-Faktor errechnen.

Dieser Faktor fliesst dann zusammen mit 200 anderen Faktoren in den Google-Algorithmus zur Berechnung der Suchergebnis-Reihenfolge ein.

Macht Sinn, oder?