Lead

Unter dem Begriff Lead werden im Marketing neue Kontakte zu Interessenten verstanden, die zwischen dem Anbieter eines Produkts oder einer Dienstleistung sowie einem potenziellen Kunden entstehen.

Als qualifizierter Lead gilt ein solcher Kontakt dann, wenn der Interessent = potenzieller Kunde selbst sein Interesse bestätigt hat.

Im Online-Marketing kann das zum Beispiel durch das Abschicken eines Kontaktformulars, durch eine E-Mail, die Anmeldung für einen Newsletter oder durch den Download einer Datei erfolgen.

Viele Wege führen zu Leads

Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Direktmarketing, mit dem Versandhändler bereits in den 1920er Jahren den Verkauf ihrer Produkte anzukurbeln versuchten.

Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Unternehmen darauf konzentriert, Leads zu generieren über Direct Mailings.

Diese Mailings verursachten Kosten für Porto, Umschlag, Kuvertierung, das Aufsetzen des Werbetextes, Druckkosten für den Flyer oder einen Katalog, die Verwaltung der Adressdatei usw.

Das Internet eignet sich als sehr kostengünstiger Werbe-Kanal, der zudem umfangreichere statistische Analysen ermöglicht.

Das Generieren von Leads in möglichst hoher Qualität ist eine wichtige Aufgabe im Rahmen der Gewinnung von neuen Kunden.

Dazu gibt es im Online Marketing eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten:

  • Textanzeigen, z.B.  über Google AdWords
  • Werbebanner über Special Interest Websites
  • Content Marketing z.B. über Blog-Artikel oder YouTube-Videos
  • Social Selling, z.B. über XING, LinkedIn, Facebook oder Instagram

Dabei werden  die Themen der Buying Persona(s)  angesprochen, um Aufmerksamkeit zu erhalten.  Passt die werbliche Aussage nun sehr gut zu den Suchintentionen, Präferenzen und Motiven der potenziellen Käufer, besuchen diese die Website des werbenden Unternehmens.

Durch den Klick auf eine Anzeige oder einen Artikel, werden die Interessenten auf Landing Pages geführt, die die Besucher vor allem dazu animieren sollen, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen.

Heute setzten sich die Customer Journeys von der ersten Idee „ich habe mal eine Frage“ bis zu „ich möchte genau den Service/Produkt XY jetzt online“ aus einer Vielzahl von Berührungspunkten in sozialen Netzwerken, Websites, Apps und E-Mails zusammen.

Am  Ende des ganzen Prozesses steht der qualifizierte Lead, der vom Vertrieb zum Abschluss geführt wird. Name, Firma, Stadt, Device, Zugang, Präferenzen, Bildung, Interesse(n), besuchte eigene Seiten, Kanalquelle, E-Mail-Response,  und noch viel mehr qualifiziert den Lead als „echten“ Interessenten.

Potenzielle Kunden erhalten einen Anreiz

Um potenzielle Kunden zu animieren und möglichst viele (gute) Leads zu generieren, werden in der Regel Incentives oder Baits angeboten. Das können zum Beispiel spezielle Rabatte auf Produkte und Dienstleistungen, die Teilnahme an Gewinnspielen oder kostenlose Produktproben sein.

Damit der Kunde ein solches Incentive erhält, muss er über ein spezielles Formular seine Daten eingeben und sein Einverständnis damit erklären, dass der Anbieter diese Angaben für eigene Zwecke speichern und verwenden darf.

Webanalytik sorgt für kostengünstige Abschlüsse

Bei allen bezahlten Anzeigen, die entweder nach TKP oder pro Klick bezahlt werden, sollten Werbetreibende vor einer Kampagne die Ziele genau festlegen. Wenn die „falschen“ Internetnutzer die Anzeige anklicken entstehen hohe Streuverluste mit niedrigen Konversionsraten.

Durch sorgfältige Vorbereitung von sehr zielgruppenspezifischen Kampagnen in Verbindung mit Maßnahmen zur Konversionsoptimierung lassen sich dank Webanalytik jedoch hohe Streuverluste vermeiden und  die Abschluss-Kosten  exakt aussteuern.

Unternehmen, die diesen Leadgenerierungsprozess im Online Marketing beherrschen, bestimmen die Höhe ihrer Umsätze und ihre Profitabilität.

 

Lesbarkeit

Lesbarer Content ist wichtig!

Hieroglyphen sind für uns nicht lesbar
Diese altägyptischen Hieroglyphen sind für ihr Alter von über 4.000 Jahren gut erhalten, aber nur für Altertumsforscher lesbar.

Ist der Content angenehm zu lesen, wird der gewonnene Besucher länger und lieber auf der Webseite verweilen, sie für nützlich und wertvoll halten.

Ein Teil der zufriedenen Besucher wird am Ende auch wiederkommen, die Seite empfehlen und ein noch kleinerer Teil von den Besuchern wird schliesslich auch konvertieren.

Wenn nicht beim ersten Besuch, vielleicht beim zweiten oder dritten Besuch, Kunden mögen es nicht bedrängt zu werden.

Solange sie jedoch wiederkommen und immer wieder den Content in der Qualität erhalten, die sie erwartet haben, wird sich der Erfolg einstellen.

Damit das passiert, müssen Suchmaschinen-optimierte Inhalte stets auch sehr gut lesbar sein und für den Menschen einen Sinn und Mehrwert ergeben.

Was ist eigentlich Lesbarkeit?

Lesbarkeit bedeutet, so verständlich wie möglich für das Zielpublikum der Website zu schreiben.

Und damit selbstverständliche auch auf eine Anhäufung von Keywords zu verzichten.

Ein lesbarer Text reiht also sicher keine Keywords übermäßig oft aneinander, sondern enthält vor allem relevante Informationen, nach denen der Besucher gesucht hat.

Ob er aus dem Text herauslesen kann, was er wissen wollte, misst Google.

Die grundsätzliche Fragestellung dabei lautet:
Wie gut, vollständig, aktuell, genau, oft, angenehm, responsiv, schnell,  unterhaltend und letztlich erfolgreich erfüllt die Website die Suchintention der Besucher über Google?

Google misst das User-Feedback hauptsächlich in 4 Dimensionen:

  • Verweildauer
  • Absprungrate
  • Anzahl Klicks
  • Rückkehr in die Suche.

Diese Daten können hervorragend über Google-Analytics und Search Console ausgewertet werden. Die Lesbarkeit fliesst hierin ein, aber ist nur ein wenn auch wichtiger Aspekt. Andere sind z.B. Relevanz, Fehlerfreiheit, Aktualität, Vollständigkeit und Reputation.

Ich habe nachfolgend eine Arbeitsgrundlage für Texte, die Google und der Nutzer für lesbar halten wird, zusammengestellt.

Lesbarkeit für Texter

Lesbarkeit hat für Texter/Redakteure vor allem folgende 6 Dimensionen:

  • Ein Maximum von 25% der Sätze soll  mehr als 20 Wörter enthalten. Versuchen Sie kurze Sätze.
  • Im sogenannten Flesch Reading Ease-Test wird gemessen, wie schwer der Text zum Lesen betrachtet wird. Versuchen Sie , Schachtelsätze zu vermeiden, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
  • Die Anzahl der Wörter nach jeder Zwischenüberschriften soll das empfohlene Maximum von 300 Wörtern nicht übersteigen.
  • Die Absätze zwisxhen den Überschriften sollten ebenfalls nicht zu lang werden. 
  • Über 25% aller Sätze sollten ein Übergangswort oder Phrase enthalten. 
  • Unter 10% aller Sätze sollten  einen Passiv enthalten.

Mit dem WordPress SEO-Plugin von Yoast (von diesen stammen auch die obigen Richtwerte, die je nach Branche bzw. B2B/B2C durchaus noch etwas variieren dürfen) werden diese Werte automatisch bereits im Editor interaktiv berechnet, was optimal für den Optimierungsprozess SEO ist.

Lesbarkeit für Google

Die gute Lesbarkeit der Texte wird langfristig auch belohnt. Andere Webmaster werden aufmerksam auf gute, Google-sichtbare Seiten.

Erkennen sie, dass die Website einen hohen informativen Wert bietet, werden Sie evtl. darüber berichten und auf diesen Content verlinken.

Die dadurch entstehenden Backlinks sind immer noch wichtig in der Suchmaschinenoptimierung, denn ihre Qualität, Aktualität, Themenbezogenheit und Anzahl zeigen der Suchmaschine, wie wertvoll die Inhalte für (menschliche) Besucher  waren – eine Entscheidung, die sie ohne diese Information als Maschine nicht treffen kann.

Auch über die sozialen Netzwerke verbreiten sich lesbare Inhalte umso schneller, je wertvoller sie sind und desto mehr Engagement (z.B. mit Likes und Teilen) sie auslösen.

Und nicht zuletzt sind die Google-Freunde dafür bekannt, dass sie nur ihren eigenen gemessenen Daten trauen.

Warum sollte der Google-Bot nicht mit den obigen Lesbarkeits-Daten jedes Website-Textes einen Lesbarkeits-Faktor errechnen.

Dieser Faktor fliesst dann zusammen mit 200 anderen Faktoren in den Google-Algorithmus zur Berechnung der Suchergebnis-Reihenfolge ein.

Macht Sinn, oder?

Linkbuilding

Der Linkaufbau, meist englisch als Linkbuilding von SEO-Experten so bezeichnet, ist eines der umstrittensten Themen der Suchmaschinenoptimierung.

Backlinks von Seiten in Websites/Domains mit hoher Autorität gelten als wertvoll für die Bewertung der Relevanz bei Google. Als Mass für die Autorität einer Page galt früher der Pagerank, der heute aber nicht mehr eine überragende Bedeutung hat.

Vielmehr gehen die Suchmaschinenoptimierungs-Spezialisten davon aus, dass Google mittlerweile eine ganze Reihe von Nutzwert- und Reichweiten- basierenden Messungen durchführt.

Immer noch kontrovers diskutiert

Kontrovers werden unter professionellen SEO-Spezialisten gezielte Massnahmen zum künstlichen Linkaufbau diskutiert.

Profis und Veteranen neigen zur Ansicht, dass ohne gezielten Linkaufbau eine Top-Platzierung unter stark gesuchten Keywords mit hohem Wettbewerbsdruck nicht möglich sei, während eine SEO-Fraktion vor allem die Einzigartigkeit des Contents als Katalysator sieht.

Es wird heute vielfach die Meinung vertreten, dass guter Content letztlich Links nach sich zieht, während starke Links auf schwache Content-Seiten von Google aus dem Index sortiert werden.

Meine persönliche Einschätzung dazu

Ich persönlich bin bereits seit 2009 der Meinung, dass herausragender Content der Schlüssel für beste Rankings ist.
Gezieltes Linkbuilding ist erst dann sinnvoll und sehr effektiv, wenn bereits sehr guter Inhalt und interessante Rankings entstanden sind.

Um dies einmal aktuell zu belegen anhand von 2 nennenswerten SEO-Agenturen in Deutschland:

Wettbewerbsvergleich bei Searchmetrics
Trotz neuer Website mit hervorragendem Inhalt kann die eine Agentur ihre Sichtbarkeit bei Google nicht steigern, während die andere mit vielen Backlinks wächst und wächst…

Ein Blick in den Backlink-Vergleich zeigt, was die Kollegen aus dem Süden sehr erfolgreich betreiben: Linkbuilding v.a. mit Bildern.

Gute Bilder erzeugen viele Backlinks
Wer auf „Content only“ setzt, kann nur schwer wachsen. Mal wieder sind Bilder für das Wachstum und die Reichweitenerhöhung erfolgskritisch!

Mein Fazit: Gute, einzigartige Bilder statt noch mehr Text sind momentan der beste Ansatz für die Content-Entwicklung und gleichzeitig der Trigger für viele wertvolle Backlinks.

Linkpopularität

Mit Linkpopularität ist nichts anderes als die Anzahl und Qualität der Backlinks auf eine Website gemeint.

Linkpopularität bei Searchmetrics
Um die Performance von Seiten zu beurteilen, zählt die organische Linkpopularität die Anzahl der verweisenden Domains und die Häufigkeit

Eng verwandt damit sind Domainpopularität und Linkautorität.

Maßnahmen zur Erhöhung der Linkpopularität sind das Linkbuilding, dessen Bedeutung für SEO seit 2012 sukzessive abgenommen hat.

Long Tail

Long Tail macht den Unterschied

Long Tail ist ein sehr wichtiger Schlüsselbegriff im Web und auch speziell für SEO. Aber was ist mit Long Tail gemeint?
Zur Erklärung muss ich ein wenig ausholen:

Nichts hat die Konsum- und Freizeitgewohnheiten und die globale Wirtschaft in den letzten 300 Jahren stärker verändert als das World Wide Web.

Das Internet bietet eine unbegrenzte Produkt- und Warenvielfalt zu minimalen Kosten zu jeder Tages- und Nachtzeit ubiquitär an.

Topseller, Bestseller, Renner und Super-Hits können global fantastisch vermarktet werden, digital noch besser als zu analogen Zeiten.

Amazon allein bietet 229 Millionen verschiedene Produkte an. Die schiere Menge des gesamten Sortiments passt in kein physisches Warenhaus mehr hinein.

Nische schlägt Bestseller

Aber der Umsatz-Wert der unzähligen Nischenprodukte liegt heute schon viel höher als der Umsatz mit den Bestsellern.

Produkte, die in den klassischen Bestseller-orientierten Shops keine Verkaufsfläche, kein „Facing“ bekamen, werden heute, wo Webshops wie Amazon unbegrenzte Präsentations-Möglichkeiten haben, viel öfter gekauft als in den Ladengeschäften des vergangenen Jahrhunderts.

Diese Entwicklung wird mit Long Tail bezeichnet, gemeint ist der sehr lange Schwanz des Marktes im Gegensatz zum Short Head, den Rennern und Bestsellern.

Long Tail für SEO

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung wird damit vor allem das Phänomen der aus mehreren Einzelwörtern zusammengesetzten Suchphrasen = Keywords benannt, die einen wichtigen Indikator für höhere Kaufintention bei der Konversionsoptimierung darstellen.

In der SEO-Praxis geht man davon aus, dass Nutzer, die komplexe Such-Abfragen tätigen, schon weiter fortgeschritten sind im Kaufentscheidungsprozess (Customer Journey), da sie z.B. schon Markennamen, Produktbezeichnungen, Ausstattungsmerkmale und ähnliches in die Suchanfrage inkludieren.

Daher stehen solche Abfragen im allgemeinen hoch im Kurs und viele Shop-Besitzer optimieren ihre Website speziell auf Long Tail-Keywords.