Google+ Refugees welcome!

Hier ist wird in den nächsten Tagen die Anlaufstelle für alle Google+ Flüchtlinge entstehen.  Wir reden über 50 Millionen betroffene Nutzer., die eine neue Online-Heimat suchen und nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen.

Von Google+ ist keine Hilfe zu erwarten. Alphabet, das ist der Konzern der die Suchmaschine Google betreibt, lässt die Nutzer vollkommen allein. 

Licht aus für 50 Mio Google+ Nutzer 

Ich kommentiere nicht die Entscheidung des alphabet-Managements. Der Plattform-Konzern orientiert sich an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, bei denen die Google+ ein reiner Kostenfaktor ist. Google+ hat keine Gewinne sprudeln lassen, weist kein exponentielles Wachstum auf und ist seit langem nur noch geduldet. Es war absehbar, dass Google+ irgendwann eingestellt wird. Dass nun auch noch ein Datenleck entdeckt worden ist, kommt sehr gelegen und dient als willkommener Vorwand, um Kritiker der Entscheidung den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Sondern ich zeige hier eine Lösung für alle Betreiber von Google+Sammlungen, für alle Google+-Nutzer, die sich fragen, wie sie ihre Inhalte, Posts, Kommentare, Kontakte, Kreise und Communities sichern und migrieren können. Und das bis zum April 2019, denn dann wird Google+ eingestellt. Eigentlich sogar bis Ende Januar, denn dann wird bereits die API abgeschaltet.

Was ist jetzt zu tun?

Egal, wo ihr am Ende mit euren Friends & Followers landet, ob bei MeWe, Instagram, Facebook oder auf eurer eigenen Website, eurem eigenen Blog ist eines sicher: Eure Posts und Kommentare müssen erstmal gesichert werden (exportiert) und können dann später wieder eingesetzt werden.

Wir brauchen also erstmal ein Tool für den Export. Das Google Tool  Takeout kommt dafür nicht in Frage, es ist definitiv nicht empfehlenswert.

Stattdessen empfehle ich Euch das Export-Tool von Alois Bělaška, was ihr kostenlos nutzen könnt bis zu 3.000 Posts.

Google+ Exporter
Der Google+ Exporter in Aktion

Und wohin zieht Ihr um?

Viele Google+ Fans wollen sich noch nicht entscheiden, wohin sie mit ihren Sammlungen umziehen.

Googlewatchblog ist zum Beispiel auf MeWe umgezogen, viele Google+-Seiten von Google sind seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden und dort hat man sich meist bei Facebook, Twitter und Instagram eingerichtet.

Einige werden wahrscheinlich aufgeben und mit der Abschaltung werden Milliarden von Posts, Bildern, Dialogen einfach untergehen.

Ein starker Trend zeichnet sich bereits ab, mit sehr guten Argumenten:  Viele Google+ Flüchtlinge stellen zukünftig ihren Followern eine eigene Website mit Forum und Blog zur Verfügung. Das hat den entscheidenden Vorteil zukünftig unabhängig zu sein von der willkürlichen Geschäftspolitik von Konzernen.

Wie sagte Sascha Lobo weit vorausschauend in einem seiner furiosen Rants (re:publica 2012) sinngemäß über die Tendenz, die eigene Website zu vernachlässigen und nur noch über Social Media Präsenzen zu kommunizieren: Vorsicht Leute, wir sind auf deren Plattformen nur zu Gast und die Gastgeber können jederzeit die Bedingungen ändern oder gleich die ganze Party beenden…

Sascha Lobo 2012
Google+ bringt uns auf Ideen
Not macht erfinderisch: Google+ bringt mich auf eine alte sehr gute Idee!

tbd.

Bis bald.

Herzliche Grüße

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