Google Kontakte exportieren

Ob ich nun koche, arbeite oder einkaufe: ich habs eigentlich ganz gern, wenn alles an seinem Ort ist. 🤨
Mir macht es eher keinen Spaß, wenn ich den Zimt oder den Curry im richtigen Moment nicht zur Hand habe. Oder auf der Suche nach verloren gegangenen Werkzeugen bin oder im Supermarkt kapituliere, da nichts mehr dort steht, wo ich es gewohnt war, zu finden.

Besonders nervig finde ich es jedoch, wenn ich in 👨‍💻Applikationen nicht mehr die Funktion finde, die ich verwenden möchte, weil irgendein genialer Nerd oder eine künstliche Intelligenzbestie beschlossen hat, dass diese Funktion viel besser ganz woanders platziert werden müsste.

Manisches Optimieren

Applikationen können sehr grausam sein: auf einmal fehlt der Button, die Option ist ausgegraut oder fehlt gleich ganz. Wir alle haben meist viel Zeit investiert, um zu lernen, wo alles liegt. 
Die Lebenszeit, die ich investiert habe in eine Applikation wie Excel, Photoshop oder Premiere möchte ich geschützt sehen von den Entwicklern. Dabei akzeptieren wir alle sicher gerne das Umräumen, wenn insgesamt eine größere Effizienz herauskommt.
Häufig stehen dabei die Usability-Anforderungen von Rookies denen der Profis gegenüber. Was den Neulingen mit reduzierter Komplexität und Default-Einstellungen den Einstieg erleichtern soll, fehlt den Profis womöglich an Funktionsfülle und Einstellmöglichkeiten.
Erfahrene Anwendungsentwickler versuchen diesen Spagat zu umgehen, indem sie eine Einsteiger-Version und eine Profi-Version zur Verfügung stellen.
Sehr vorbildlich als Beispiel: Adobe mit seiner Creative Suite.

Ein krasses Beispiel dafür, wie man es nicht macht, lieferte jüngst wieder einmal alphabet/Google. Wer in Gmail Kontakte gesucht hat, konnte sehr lange suchen und nichts finden. Auch eine Methode, Traffic für die Suchmaschine zu generieren. 
Des Rätsels Lösung: Google hatte schlicht und einfach die Kontakte aus Gmail entfernt und dafür eine Extra-App aufgesetzt.

Google Kontakte gut versteckt
Reihe 3,  Spalte 3 – Kontakte sind nicht verloren, nur woanders 

Nun ist dies für sich genommen ja kaum skandalös und hätte mich sogar gefreut, wenn sich nun bei dieser Gelegenheit herausgestellt hätte, dass die App „Kontakte“ gebrauchstüchtig geworden wäre. Weit gefehlt!

Die Exporte in CSV sind eine Katastrophe und lassen sich für die allermeisten Nutzer nicht vernünftig weiter verarbeiten.

Denn leider erzeugt Google eine CSV-Datei mit Steuerzeichen, die für einen Import in Excel nicht geeignet sind, bzw. in der viele Daten in den Zeilen verrutscht sind. So stehen dann in der Spalte, in der die E-Mails unserer Kontakte stehen sollen bei einigen diese E-Mail-Adressen drin, wenige Spalten darunter sind diese Daten jedoch nach links in andere Spalten gerutscht. Ein Riesen-Durcheinander, das sich nur durch jede Menge manuelle Korrekturen in stundenlanger Arbeit entwirren lässt. Eine Arbeit, die so überflüssig wie nervig ist und besonders bei mehr als 1.000 Kontakten sehr zeitraubend.

Datensalat statt Kontakte

Google scheint der Fehler bekannt zu sein, aber tut nichts, um das Problem zu lösen. Sondern überlässt es anderen Lesern, Super-Usern, frustrierten Nutzern die Antworten auf Fragen zu geben.

Das ist natürlich die für Google perfekte Variante, Web 2.0 eben. Und es gibt tatsächlich auch findige Google-User, die Wege gefunden haben, das Problem ohne den ungeheuren Aufwand zu lösen.

Die Lösung ist Import/Export mit Google Drive

Da muss man erst mal drauf kommen. Die beste Methode, um die mit Steuerzeichen versaute CSV-Datei zu bereinigen, ist ein Hochladen der Datei in Google Drive und dann ein Export in Excel.

Eines weiss ich jetzt sicher: Bei allen Plattformen, bei Facebook, Apple, LinkedIn etc. werde ich nun sämtliche Daten exportieren, um nicht plötzlich meinen Daten hinterherzulaufen, wenn die Plattformen wieder an den Export-Funktionen schrauben oder diese sogar gänzlich unmöglich machen.

Nächste Woche zeige ich, wie man seine LinkedIn-Daten exportieren sollte.

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