Was bevorzugen eigentlich die Suchenden? oder : In dubio pro SEO!

Google verändert ständig die Suchergebnisseiten. Weltweit.

Google optimiert permanent die SERPs (die Search Engine Result Pages), und meistens kommt diese „Suchmaschinenoptimierung“ AdWords oder Google Shopping zu Gute:

Die trafficstarken Ergebnisseiten zeigen 4 AdWords-Anzeigen nun statt 3, und außerdem noch weitere 3 Anzeigen unter den organischen Ergebnissen.

Auf den allermeisten Bildschirmen sind jetzt nur noch 2 organische Ergebnisse unter den 4 AdWords-Anzeigen zu sehen, bevor gescrollt werden muss (above the fold).

Da die Suchenden, also wir alle, aber meistens zu faul zum Scrollen oder Wischen sind oder es schlicht eilig haben, dürfte sich der Anteil der AdWords-Klicks gegenüber den organischen Klicks vergrößern.

Ich habe mal nachgemessen.
Ergebnis: Der Anteil des organischen Traffics ist von durchschnittlich 68% auf 46% gesunken.

Das zeigt einmal mehr, dass Google immer weniger bereit ist, Traffic zu verschenken.  Damit liegt der alphabet-Konzern ganz auf der Linie von Facebook, die nahezu überhaupt keinen (kostenlosen) organischen Traffic mehr vermitteln.

Organischer Traffic ist war 6 mal grösser

Nach Avinash Kaushik, Google’s Analytics Evangelist und Autor von “Web Analytics: An Hour A Day”: stammten 14% aller Klicks aus AdWords-Anzeigen and 86% aus der Organischen Ergebnisliste. Das war 2008!
Also vor 9 Jahren.
Wenn ich auch jahrelang eher skeptisch war, ob in Deutschland tatsächlich bereits 2008 ein Siebtel aller Suchenden auf AdWords-Anzeigen klickten, so gehen Experten inzwischen davon aus, dass die übergrosse Präsenz der unauffälligen und sehr prominent platzierten Anzeigen min. ein Drittel aller Klicks erhalten.

Organische Suchergebnisse vs. Adwords

Offensichtlich bevorzugen im Schnitt also die meisten Nutzer der Google-Suchmaschine immer noch recht deutlich die organischen Ergebnisse, während nur jeder dritte Suchende auf die AdWords-Anzeigen klickt.

Zwei Drittel der Suchenden sind also immer noch eine erfreulich große Gruppe für SEO. Daher wird niemand die zielorientierte Pflege seiner Website und damit die Organische Positionierung vernachlässigen, da darüber „kostenlos“ im Schnitt doppelt so viele zielgruppengenaue Besucher adressiert werden als bei den kostenpflichtigen AdWords.

Ein einfaches Rechenbeispiel (alle Angaben Sep. 2017) dazu:

Für das Keyword „Adwords Seminar“ gibt es ca. 100-1.000 Suchnachfragen pro Monat und der zu erwartende CPC wird im neuen Keyword-Planer nicht mehr angezeigt.

Wenn wir die Suchnachfragen genauer wissen wollen, müssen wir eine Kampagne anlegen und auch schalten. Für AdWords-Kunden ist Google dann großzügig mit den Daten:

 

Wenn also nun davon ausgegangen werden kann, dass ca. 66% der Suchenden auf die organischen Ergebnisse (hier: Impressionen) klicken, dabei die Seite 1 ca. 98% aller Klicks erhält und die Position 3 im Schnitt ca. 16% berechnet sich der monatliche Anzeigenwert des Keywords auf Seite 1 zu:

 

110  x  98%  x  66%  x  11 €  x  16%  =  € 125,22.     € 125,22 / 11 € = 11 Klicks = 11 Besucher

 

Der Betrag € 125,11 entspricht dem monatlichen „Wert“ des organischen Rankings.
Diesen müsste ein AdWordskunde monatlich bei Google zahlen, um 11 Besucher zu erhalten. Dieser Wert hat eine gewisse Halbwertzeit, er verfällt – ohne weitere Pflege und Optimierung der Website – in etwa 2 Jahren auf 10%.

Daher rechnen wir für die Reihe € 125,11 x 12  einen Gesamtwert (die Zahlen-Reihe müssten wir eigentlich noch abzinsen, aber die Zinsen sind ja eh bei 0% ;-)) rund 1.500 €.

 

Dieser Betrag stellt den Werbewert zu AdWords-Preisen des organischen Rankings für dieses eine Keyword dar und stellt damit zugleich die Obergrenze dessen dar, was die Suchmaschinenoptimierung für dieses Keyword kosten darf.

In der Praxis, z.B. bei eCommerce-Seiten geht es natürlich um einen Set von Hunderten oder Tausenden von konversionsstarken Keywords, und natürlich dabei um viele Long Tail Keywords. Da kommen dann schon gerne mal bei, sagen wir 100 Keywords, Werte von 150.000 € heraus.

30% dieses Betrages sind auf einen Zeitraum von 24 Monaten durchaus ein realistisches SEO-Budget.

Wofür? Content-Assets wie hervorragende Bilder, Top-Texte (10x-Content), Virale Videos und jede Menge Analysen, SEO-Aufbereitung, A/B-Messung etc.

Das sind 1.875 € / Monat! Dafür kann ich mir natürlich auch eine Menge Werbung bei Google AdWords kaufen, aber habe im Verhältnis zu SEO für den Traffic deutlich mehr bezahlt!

Solche Budgets verlangen natürlich gefestigtes Vertrauen – und sehr viel Erfahrung – auf beiden Seiten!
Mit einem seriösen SEO-Anbieter (wie komme ich denn dazu?) werden Sie sehr viel Lehrgeld und AdWords-Geld sparen.

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